Donnerstag, 16. April 2009

Aktuelles Buch: Middlemarch


Heute morgen habe ich meine Lektüre von George Eliots Roman "Middlemarch" beendet.
Inhaltlich bot der Schluss keine Überraschungen, was jetzt nicht negativ aufgefasst werden soll. Meine sentimentale Ader (die strak ausgeprägt ist) hätte auch kein anderes Ende als annehmbar akzeptiert.
Insgesamt ist dieser Roman wirklich lesenswert, auch wenn es zwischendurch einige Stellen gab, die ihre "Längen" hatten. Ausführliche Beschreibungen der politischen und wirtschaftlichen Situation der Zeit, sowie der religiösen Ansichten bieten ein gutes Bild dieser Zeit (Roman spielt um 1830). Erwähnenswert ist auch die Kritik, die Eliot an der mangelnden Bildung, die den Frauen zukommt, übt.
Die Art und Weise wie die Handlungsstränge und die Figuren alle miteinander verbunden sind oder im späteren Verlauf miteinander verbunden werden korrespondiert mit dem Setting einer englischen Kleinstadt, in der jeder jeden kennt.
Fazit: Anspruchsvoll, aber (gerade deswegen) lesenswert

Bildquelle: Wikipedia

Montag, 13. April 2009

Lieblingsbuch: Die Handschriften von Saragossa



Zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt der Roman "Die Handschriften von Saragossa oder Die Abenteuer in der Sierra Morena" (org. franz.: Le manuscrit trouvé à Saragosse) von Jan Potocki. Entstanden ist dieses Werk in den Jahren von 1797 -1815, wurde aber erst komplett im letzten Jahrhundert (so 1989) veröffentlicht, da wesentliche Teile des Manuskripts zuvor fehlten,. Der Roman zeichnet sich durch eine besondere Form des Erzählens aus. Potocki wählt hierfür eine Verschachteltungstechnik à la 1001 Nacht, also der Plot im Plot im Plot.... Hauptakteur ist der junge Soldat Alphonse van Worden, den es in die Sierra Morena (Spanien) verschlägt. Dort kommen ihm zunächst seine Diener abhanden, dafür begegnen ihm in den nächsten(ca.) 60 Tagen zahlreiche Menschen, die ihm dann ihre Geschichte erzählen (dann der Plot im Plot etc.). Alphonse' Zeit in der Sierra Morena ist zudem gekennzeichnet durch mysteriöse-unheimliche Zwischenfälle, die nicht nur ihm wiederfahren, sondern sich bei anderen Personen des Romans ebenfalls ereignen. So verbringt Alphonse eine Nacht mit zwei Schönheiten, erwacht aber am Morgen unter einem Galgen zwischen zwei verwesenden Leichnamen. Diese Begebenheit wiederfährt auch noch andren Leuten, die Alphonse davon berichten. Auch bei den Geschichten, die Alphonse erzählt werden handelt es sich zum großen Teil um Gespenstergeschichten. Da ich an dieser Stelle nicht allzu sehr auf den Inhalt eingehen will, sei noch kurz gesagt, dass der Roman zum Schluss eine überraschende Wendung nimmt, die aber alle Puzzleteile zusammensetzt.
Fazit: Ich kann dieses Buch nur empfehlen, weil es wirklich noch nachhaltig begeistern kann.

Bildquelle: Wikipedia

Aktuelles Buch: Middlemarch


Ich lese derzeit "Middlemarch" von George Eliot (Mary Ann Evans). Habe jetzt gut die Hälfte gelesen und kann schon mal vorweg sagen, dass es ein gutes Bild der Zeit und der verschiedenen Gesellschaftsschichten im ländlichen England des frühen 19. Jahrhunderts liefert.
Besonders die ausgefeilten Charakterstudien und Kommentare zur politischen und wirtschaftlichen Lage der Zeit gefallen mir sehr.
Mehr dazu, wenn ich fertig bin.

Bildquelle: Wikipedia