Montag, 13. April 2009

Lieblingsbuch: Die Handschriften von Saragossa



Zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt der Roman "Die Handschriften von Saragossa oder Die Abenteuer in der Sierra Morena" (org. franz.: Le manuscrit trouvé à Saragosse) von Jan Potocki. Entstanden ist dieses Werk in den Jahren von 1797 -1815, wurde aber erst komplett im letzten Jahrhundert (so 1989) veröffentlicht, da wesentliche Teile des Manuskripts zuvor fehlten,. Der Roman zeichnet sich durch eine besondere Form des Erzählens aus. Potocki wählt hierfür eine Verschachteltungstechnik à la 1001 Nacht, also der Plot im Plot im Plot.... Hauptakteur ist der junge Soldat Alphonse van Worden, den es in die Sierra Morena (Spanien) verschlägt. Dort kommen ihm zunächst seine Diener abhanden, dafür begegnen ihm in den nächsten(ca.) 60 Tagen zahlreiche Menschen, die ihm dann ihre Geschichte erzählen (dann der Plot im Plot etc.). Alphonse' Zeit in der Sierra Morena ist zudem gekennzeichnet durch mysteriöse-unheimliche Zwischenfälle, die nicht nur ihm wiederfahren, sondern sich bei anderen Personen des Romans ebenfalls ereignen. So verbringt Alphonse eine Nacht mit zwei Schönheiten, erwacht aber am Morgen unter einem Galgen zwischen zwei verwesenden Leichnamen. Diese Begebenheit wiederfährt auch noch andren Leuten, die Alphonse davon berichten. Auch bei den Geschichten, die Alphonse erzählt werden handelt es sich zum großen Teil um Gespenstergeschichten. Da ich an dieser Stelle nicht allzu sehr auf den Inhalt eingehen will, sei noch kurz gesagt, dass der Roman zum Schluss eine überraschende Wendung nimmt, die aber alle Puzzleteile zusammensetzt.
Fazit: Ich kann dieses Buch nur empfehlen, weil es wirklich noch nachhaltig begeistern kann.

Bildquelle: Wikipedia

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